Zwölf ehrenamtliche Hospizmitarbeiter*innen des ambulanten ehrenamtlichen Hospizdienstes des Ruppiner Hospiz e.V. nutzten das Angebot, um sich über die Begleitung von Demenzerkrankten in der letzten Lebensphase auszutauschen und weiterzubilden.
Dass dieser Tag trotz der Hitze – draußen zeigte das Thermometer 39 °C an – so ein voller Erfolg wurde, verdanken wir vor allem unserer Dozentin Alexandra Stiefel, die uns an diesem Tag als Medizinpädagogin dieses wichtige Fachwissen vermittelte. Sie brachte eine beeindruckende Bandbreite an Erfahrung mit:
Alexandra Stiefel ist gelernte Krankenschwester, diplomierte Medizinpädagogin und war unter anderem als Lehrerin der Medizinischen Bildungsakademie Neuruppin (MBN) in der Ausbildung von Pflegefachkräften und Weiterbildungen im Bereich Demenzen tätig. Heute unterrichtet sie am Oberstufenzentrum Havelland angehende Sozialassistenten und Erzieher.
Ihre tiefen praktischen Erfahrungen – sei es als Sozialarbeiterin im Senioren-Wohnpark Neuruppin, in der Praxisanleitung der Gerontopsychiatrie der Ruppiner Kliniken oder durch ihre privaten Erfahrungen – waren in jedem Moment spürbar. Man merkt einfach ihre langjährige Verbundenheit mit dem Ruppiner Hospiz „Haus Wegwarte“ und der Alzheimer Gesellschaft.
Unter ihrer fachkundigen und einfühlsamen Leitung durften wir uns wertvolles medizinisch-fachliches Wissen aneignen. Gemeinsam erarbeiteten wir Möglichkeiten der Begleitung durch das Erkennen von psychischen Bedürfnissen und lernten den Einsatz von „Türöffnern“ für die Kontaktgestaltung kennen. Besonders eindrücklich war der Perspektivwechsel, den wir mit Unterstützung von Demenzkästen und einem Alterssimulationsanzug des Pflegestützpunktes selbst am eigenen Leib erfahren konnten.
Weil zu einem professionellen und liebevollen Geben im Ehrenamt auch Kraft und Freude gehören, kam die Selbstfürsorge nicht zu kurz: Wir bedachten uns selbst mit einer kleinen Meditation, einer Handstreichmassage, super leckerem Essen und ganz viel gemeinsamem Lachen.
Ein riesiges Dankeschön geht an Kerstin Schiprowski (Yogalehrerin und Klangschalentherapeutin), die uns so sicher und liebevoll durch die Meditation führte und uns einen wunderbaren Einblick in die Anwendung von Klangschalen gab.
Ebenso danken wir Kerstin Kerstan, die bei den Vor- und Nachbereitungen unterstützt hat. Dank ihr hatten wir im Dorfgemeinschaftshaus Radensleben ein sehr schönes und – bei den Temperaturen besonders wichtig – angenehm kühles Ambiente.
Es war ein unheimlich interessierter, erfahrener und wertschätzender Austausch.
Ein Rückblick von Katja Wendt, Koordinatorin ambulanter ehrenamtlicher Hospizdienst

