Ein Nachmittag voller Wärme, Begegnung und gelebter Menschlichkeit: Das diesjährige Sommerfest des Hospizes „Haus Wegwarte“ im Garten der Erinnerung war ein bewegendes Zeichen dafür, was das Miteinander in der Hospizarbeit ausmacht und wie viel Herzblut täglich in diese besondere Arbeit fließt.
Am Donnerstag, dem 9. Juli 2026, öffnete das Hospiz „Haus Wegwarte“ ab 15 Uhr seine Türen zum diesjährigen Sommerfest. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten herzlich eingeladen und die Einladung wurde freudig angenommen. Im stimmungsvoll gestalteten Garten der Erinnerung kamen Angehörige, Ehrenamtliche, Tageshospizgäste, Fördernde und Freunde des Hauses zusammen, um gemeinsam die sommerliche Zeit zu genießen. Wer wollte, konnte an einem Stand kreative Handarbeiten und selbstgebackene Kekse gegen eine kleine Spende erwerben.
Die offizielle Begrüßung übernahm André Buchali als Vertreter des Vorstands des Ruppiner Hospiz e. V. Er dankte allen Anwesenden herzlich für ihren Einsatz und machte deutlich, dass der Applaus des Publikums zugleich Applaus für die vielen Ehrenamtlichen sei, die das Hospiz jeden Tag tragen. „Ehrenamtliche nehmen einen großen Stellenwert ein, um die Angebote des Hospizes aufrechtzuerhalten“, betonte Buchali. Der Verein stehe nicht still: Mit dem Aufbau eines Hospizes in Wittenberge, der Unterstützung des Hospizes in Oranienburg und der Eröffnung des Palliativzentrums am Eiskeller wachse das Portfolio stetig. Buchali erinnerte auch daran, dass der Verein von Spenden lebt – großen wie kleinen. Jede Unterstützung zählt.
Schirmherr und Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin Nico Ruhle richtete ebenfalls herzliche Worte an die Gäste. Er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit aller Beteiligten: „In der Pflege wird Zuwendung gegeben, Herz und Zeit – das verdient unseren aufrichtigen Dank.“ Besonders hob er das Palliativzentrum am Eiskeller hervor, das er als wegweisendes Projekt bezeichnete, das sogar bundesweit Aufmerksamkeit erregt habe. Er sicherte zu, auch künftig Mittel für die weitere Entwicklung bereitzustellen. Er wünschte allen Gästen einen schönen Nachmittag und gutes Gelingen für die Zukunftsprojekte.
Christine Wiegand, Pflegedienstleiterin des Hospizes, begrüßte mit großer Herzlichkeit alle Gäste, Angehörigen, Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden. Sie dankte ausdrücklich den fleißigen Helferinnen und Helfern sowie den ehrenamtlichen Kuchenbäckerinnen und -bäckern, die den Nachmittag mit vorbereitet hatten. „Wir sind ein großes HOSPA-Netzwerk und heute sieht man, wie lebendig es ist“, so Wiegand. Auch die Tageshospizgäste waren beim Fest dabei.
Für Stimmung und Unterhaltung sorgte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Den Auftakt machte die Schülerband „Solito“ – eine beliebte Nachwuchsband der Jugendkunstschule Neuruppin, die das Publikum von der ersten Note an begeisterte. Bürgermeister Ruhle gestand charmant, ein echter Fan der jungen Musikerinnen und Musiker zu sein. Im weiteren Verlauf des Nachmittags entführte die Theatergruppe Krümelkiste die Gäste in ihre bunte Welt. Für heitere Momente und herzliches Lachen sorgte ein Loriot-Sketch, der von einem Tageshospizgast gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Hauses dargeboten wurde. Den musikalischen Abschluss des Abends gestaltete das Duo „Unter Strom“ mit Mathias und Sina, die mit ihrer Livemusik für einen stimmungsvollen Ausklang sorgten.
Das Sommerfest zeigte eindrucksvoll, was das Hospiz „Haus Wegwarte“ ausmacht: Menschen kommen zusammen – nicht nur in schweren Stunden, sondern auch um zu feiern, zu lachen und Gemeinschaft zu erleben. Diese Momente sind möglich, weil so viele Menschen Zeit, Herz und Unterstützung geben.
Möchten auch Sie Teil dieser Gemeinschaft werden? Als Ehrenamtliche oder Ehrenamtlicher, als Spenderin oder Spender oder einfach als Interessierte?
Der Ruppiner Hospiz e. V. und die HOSPA gemeinnützige Gesellschaft für Hospiz- und Palliativbetreuung freuen sich über jede Form der Unterstützung. Gemeinsam gestalten wir eine Versorgung, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll begleitet.

