Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus "Wegwarte"

Renate Schwarz, Leitung Haus Wegwarte - Sozialdienst

"Es ist mir besonders wichtig, dem Menschen der sich entschieden hat als Gast im Hospiz zu leben, mit Respekt und Achtung zu begegnen. Ich möchte mit dazu beitragen, dass er so wenig wie möglich leidet, dass er sich wohl und angenommen fühlt und erlebt, dass seine Wünsche erfüllt werden.
Ich hoffe, dass ich auch die Ängste des Bewohners wahrnehme und ihm behilflich sei kann, diese Gefühle zu ertragen, vielleicht sogar zu überwinden.
Der Umfang der persönlichen Zuwendung wird im Hospiz glücklicherweise nicht durch Zeitvorgaben limitiert. Dem Bewohner wird sowohl bei den pflegerischen Handlungen als auch im Gespräch und im einfachen „für ihn da sein“ das für ihn individuell notwendige Maß an Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet. Nur so kann ein fruchtbarer Austausch mit dem Schwerkranken und Sterbenden stattfinden, der ihm Geborgenheit und würdevolle Anerkennung vermittelt."



Juliane Schößler, Pflegedienstleitung - stationäres Hospiz

"Seit 2002 arbeite ich im Hospiz. Bei meiner Arbeit fühle ich mich sehr wohl, weil ich gemeinsam mit unseren Gästen den Tagesablauf planen und mich dabei an ihren Wünschen und Bedürfnissen orientieren kann. Das schafft Vertrauen und gibt den Gästen und Angehörigen Sicherheit.
Mein Ziel ist es, den Menschen im Hospiz in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen, sowie die schönen Tage und Stunden gemeinsam auszunutzen und bewusst zu erleben.
Schwerstkranke Menschen liegen vermehrt im Bett und haben das Bedürfnis nach Ruhe. Langes Liegen beansprucht besonders die Haut und es kann, trotz guter medikamentöser Einstellung, zu Schmerzen kommen. Der Kontakt zum eigenen Körper geht verloren. Zur Erhaltung des Wohlbefindens, wie auch aus medizinischen Gesichtspunkten ist es wichtig, dass die Haut gepflegt wird. Für die Haut- und tägliche Körperpflege biete ich unseren Gästen gern die vielfältigen Möglichkeiten der Aromapflege in Form von Bädern, Waschungen oder Massagen mit ätherischen Ölen an. Die Aromapflege kann unterstützend bei der Linderung von Schmerz und innerer Unruhe sein und das Körpergefühl so positiv beeinflussen. Auch hierbei ist es wieder wichtig Rhythmus und Tempo dem Gast anzupassen."

Sabrina Neumann, stellvertretende Pflegedienstleitung

"Gleich nach meinem Abschluss der Ausbildung zur Krankenschwester kam ich ins Hospiz. Das war im April 2005. In dieser Zeit hat sich meine Einstellung zum Thema „Sterben und Tod“ völlig verändert. Was früher tabuisiert wurde ist jetzt Teils meines Lebens geworden. Seitdem durfte ich viele interessante Menschen und liebenswerte Familien kennen lernen und sie ein kurzes Stück in ihrem Leben begleiten."

Andrea Adam

"Die Arbeit im Hospiz Haus Wegwarte ist eine wundervolle Aufgabe, der ich jeden Tag immer wieder gerne nachgehe. Es macht mir viel Freude für das leibliche Wohl unserer Gäste zu sorgen und zu sehen, wie es ihnen gut tut liebevoll umsorgt zu werden. Es macht Spaß in einem Team zu arbeiten in dem alle an einem Strang ziehen. Ich bin gerne hier."

Sven Bachert

"Nach jahrelanger Tätigkeit im Baugewerbe begann ich im Jahre 2003 die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger und arbeite danach in einem Altenpflegeheim. Als ich 2008 nach Neuruppin zog fand ich dort im September eine Anstellung im Neuruppiner Hospiz. Im Gegensatz zum Altenpflegeheim, eröffnete sich nun für mich die Chance, die Menschen wirklich intensiv und würdevoll auf ihrem letzten Weg zu begleiten und meine erworbene fachliche Kompetenz einfließen zu lassen. Das, was mir so wichtig erschien, nämlich Begleiter und Stütze für den letzten Lebensabschnitt und damit dem Unvermeidlichen zu sein, wurde mir jetzt ermöglicht.
Im Hospiz findet sich die Zeit für ausführliche Gespräche und Fürsorge, so daß den Betroffenen und ihren Angehörigen vielleicht das eine oder andere Mal die Angst vor dem Sterben ein wenig genommen werden kann. Außerdem beeindrucken mich nachhaltig die Möglichkeiten der Palliativmedizin, die würdevolle Pflege bis zum Ende ohne körperliche Schmerzen realisierbar machen. Meine täglichen Aufgaben im Hospiz sind jetzt mehr denn je vereinbar mit meiner Lebensanschauung."

Christiane Köhler

"Über viele Jahre sammelte ich Erfahrungen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreise, sowie in meiner freiberuflichen Tätigkeit als Sterbebegleiterin und fühle ich mich berufen, die Hospizbewegung in ihren Zielen zu unterstützen.  Seit 2007 gehöre ich als Pflegehelferin mit zum Team des Haus Wegwarte.
Ich versuche den Bewohnern und deren Angehörigen mit Unterstützung meiner Kollegen Zeit für Gespräche entgegenzubringen,  dabei auf die Wünsche der Betroffenen einzugehen und einfach für sie da zu sein. Ihnen helfen zu akzeptieren, zu verstehen und anzunehmen.
Durch mein Engagement möchte ich dem Sterben und dem Tod einen Platz im Leben geben.
Die Bewohner geben mir mit jedem Tag - in jedem Moment - den sie auf Ihrer Reise mit Licht und Glück füllen und erleben konnten, die hierfür notwendige Energie."

 

Andreas Leddin

"Schon im Alten Testament der Bibel steht: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei…“ Dieses trifft, wie ich finde, besonders für den letzten Lebensabschnitt auf dieser Erde zu. Das stationäre Hospiz stellt eine wunderbare Möglichkeit dar, einzelnen Menschen und auch deren Angehörigen begleitend auf diesem schweren Weg zur Seite zu stehen. In einer entspannten, ruhigen, familiär wirkenden Umgebung ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Gäste einzugehen. Das empfinde ich als sehr positiv und freue mich ein Teil dieser Hospizgemeinschaft zu sein."


Rita Möller

"Von der Hospizarbeit hatte ich schon durch Presse und Funk erfahren und habe mich auf eine Stellenausschreibung beworben. Seit Mai 2008 bin ich jetzt im Hospiz tätig. Die Betreuung und Zuwendung, die wir unseren Gästen und Angehörigen in schweren Stunden geben, ist immer wieder eine neue Herausforderung, aber auch Erfüllung. Ich fühle mich im Team sehr wohl und bin froh über die Veränderung in meinem Berufsleben."


Dorina Rehfeldt

"Seit 1977 übe ich den Beruf der Krankenschwester aus. Ich arbeite seit 15 Jahren in der Klinik im stationären Bereich. Danach war ich Gemeindeschwester und 18 Jahre in der häuslichen Krankenpflege tätig. Insbesondere hier hatte ich oft mit Menschen zu tun, die keine Chance mehr auf Heilung hatten und für die in der Pflege zu wenig Zeit zur Verfügung war. Es reifte in mir der Wunsch in der Palliativen Pflege tätig zu sein. Nun arbeite ich seit November 2008 im Hospiz Wegwarte und habe meine Berufung gefunden. Für mich ist es eine Herausforderung und Chance, Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu helfen und zu begleiten."

Manuela Rumpel

„Mein Einsatz hier im Hospiz ist sehr vielseitig. Das Arbeiten macht mir große Freude. Ich kann Wünsche erfüllen und erfreue mich am Dank der Bewohner. Mein Tagesablauf gleicht nicht einer Routine, sondern wird von uns im Team jeden Tag neu überdacht und besprochen, wie es gerade für die Bewohner erforderlich ist. Das finde ich toll. Das Hospizteam ist super. Wir ergänzen uns in unserer Arbeit und gern sind wir auch nach dem Feierabend bei einer Tasse Tee oder einem Glas Wein zusammen. Bei uns herrscht eine schöne Atmosphäre.“



Christine Wiegand

"Ich arbeite seit April 2008 im Hospiz Haus Wegwarte. Während meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte ich mehrere Praktika hier und beschäftigte mich auf pflegewissenschaftlicher Basis intensiv mit dem Palliativ-Care-Bereich. Dieses Wissen versuche ich in die Praxis umzusetzen und aktuell zu halten. Durch meine Weiterbildung zum Umgang mit Portsystemen versuche ich die Pflege individueller und qualitativ hochwertig zu gestalten.

Ich arbeite mit ganzem Herzen hier und versuche mich auf jeden einzelnen Gast zu konzentrieren. Die Arbeit änderte meinen Blick auf das Leben – ich kann die kleinen Dinge mehr würdigen und bin weniger anspruchsvoll. Daher versuche ich offen mit den Themen Sterben und Tod umzugehen und rede auch mit Freunden und meiner Familie viel darüber."